Studentische Arbeiten

The Impact of 3D Printing Technology on Logistics Companies

Determining the adaptations of logistics businesses due to a decentralized production by industrial manufacturing companies

Autorin

Anna Augustin

Diese Arbeit befasste sich mit der technologischen Entwicklung des 3D-Druckverfahrens, seiner Nutzung durch Produktionsfirmen und den daraus resultierenden Auswirkungen auf Logistikunternehmen. Der Schwerpunkt lag auf der Identifizierung der unterschiedlichen zukünftigen Anforderungen an Logistikunternehmen, die aufgrund der Veränderungen in ihrem externen Umfeld zu Anpassungen ihres Geschäftsmodells führen. Dazu wurde eine qualitative Feldforschung in Form von 13 halbstrukturierten Interviews mit Experten aus 3D-Druckunternehmen und Experten aus der Wissenschaft und Industrie durchgeführt. Untersucht wurden u.a. die Veränderungen in der Lieferkette der Produktionsunternehmen sowie die betrieblichen Abläufe und die strukturelle Ausrichtung der Logistikunternehmen. Die dezentralisierte 3D-Druckproduktion ermöglicht Produktions-unternehmen den Aufbau einer komplementären Supply Chain, die sich durch eine verstärkte Konzentration auf die Beschaffung und den Vertrieb von Rohstoffen, weniger oder neue Hersteller, eine geringere Abfallproduktion und einen reduzierten Transport- und Lageraufwand auszeichnet. Um neue Werte zu schaffen, müssen Logistikunternehmen daher mehr regionale und Last-Mile-Lieferungen, eine umfangreichere digitale Inventarabwicklung, verschiedene auf 3D-Druck bezogene Mehrwertdienste, neue IT- und Beratungsdienste und einen Hub anbieten. Um dies zu erzielen, sind hohe Investitionen in Wissensaufbau, Zusammenarbeit, IT-Infrastruktur, kleinere Transportmittel, ein digitales Lager und ein dezentralisiertes Kooperationsnetzwerk erforderlich.

3D-Druck im Ersatzteilmanagement der Trainings-Industrie

Autor*

Ein erfolgreiches Ersatzteilmanagement stellt viele Ausbildungszentren, welche Personal auf Simulatoren und Trainingsgeräten ausbilden, vor grosse Herausforderungen, vor allem wenn diese Teile teuer und schwierig zu beschaffen sind. Im Zentrum der Analyse dieser Masterarbeit stand die Forschungsfrage, ob der Einsatz von 3D-Druckverfahren wirtschaftliche Vorteile wie geringe Herstellungs- und Lagerkosten, sofortige Verfügbarkeit sowie Langlebigkeit mit sich bringt. Für das in der Studie untersuchte Unternehmen stellt sich die Frage, ob und wie das Ersatzteilmanagement optimal mit 3D-Druckelementen ergänzt werden kann. Für die Analyse wurde eine zweifache, methodische Ausrichtung gewählt. Die qualitative Datenanalyse, in Form von Experteninterviews, wurde durch eine quantitative Analyse der Wirtschaftlichkeit ergänzt. Dabei wurden diverse Kostenstellen analysiert, tabellarisch aufbereitet und im Kontext von Strategie- und Umweltfaktoren kritisch betrachtet. Aus den drei Interviews ging hervor, dass im 3D-Druck ein grosses Potential steckt. Dafür werden jedoch eine intensive Vorbereitung und Planung vorausgesetzt. Die Technologie des 3D-Drucks befindet sich trotz bereits breiter Anwendungsfelder immer noch in den Kinderschuhen. Viele Aspekte sind noch nicht ausreichend ausgearbeitet und es fehlt an breitem Fundament an Daten und Erfahrungswerten.

Die Endresultate zeigen, dass es keine universelle Antwort gibt, ob sich der 3D-Druck im Ersatzteilmanagement aktuell lohnt oder nicht. Zudem sind die Ergebnisse nicht generalisierbar, sondern eher einzelfallbezogen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass das Themengebiet des 3D-Drucks allgemein von einem hohen Entwicklungstempo und Interdisziplinarität gekennzeichnet ist, welche lediglich eine Aktualität und keine Vollständigkeit erlauben. Das Hauptproblem liegt bei der äusserst aufwendigen Beschaffung und Aufbereitung der Daten, welche nicht nur zeitliche, sondern in der Folge auch monetäre Ressourcen fordert, die schwer kalkulierbar sind. So stehen Unternehmen, wie jenes in der Studie untersuchte, vor konkreten Investitionsentscheidungen. Um den Unternehmenserfolg jedoch nachhaltig zu sichern, ist es essentiell, so der Autor dieser Arbeit, stets offen gegenüber disruptiven Technologien zu sein, welche das Potential haben, einen Sektor massiv zu transformieren.

* Aus Datenschutz-gründen wird der Autor dieser Arbeit nicht genannt.

 B2B Cross-Border Business Models in Digital Industries

Autor

Adrian Warth

Diese Bachelorarbeit ging den Fragen nach, wie Wertschöpfung bei grenzüberschreitenden Business-to-Business-Geschäftsmodellen in digitalen Industrien generiert wird, wo sich Chancen ergeben und welche Herausforderungen auftreten können beim länderüber-greifenden Datentransfer. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden zudem auf die additive Herstellungsindustrie angewendet, wobei das Vorhandensein einer möglichen Nutzung geprüft wurde. Die Beantwortung der Forschungsfragen bestand in der eingehenden Analyse dreier Fallstudien von internationaltätigen Unternehmen. Die Unternehmen gehören zu den führenden Unternehmen in den Bereichen Software, Fertigungssysteme und Cloud-Lösungen. Die gesammelten Daten wurden mit Hilfe des Business Model Canvas analysiert. Dabei resultierte, dass die Lösungen und Dienstleistungen der Unternehmen ein bedeutendes Potenzial für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufweisen, diese jedoch von den jeweiligen Ökosystemen abhängig sind. Die Umsetzung eines grenzüberschreitenden Business-to-Business-Geschäftsmodells erfordert eine Kombination von Dienstleistungen mehrerer Anbieter sowie eine Standardisierung von Lösungen für die Interoperabilität. Daher wurde eine kollaborative B2B-Infrastruktur vorgeschlagen, unter Nutzung der Kernkompetenzen der drei Unternehmen. Die Kombination der Systeme ermöglicht die Digitalisierung und Koordination der Lieferkette und kann die Kundenintegration sowie die gemeinsame Wertschöpfung verbessern.

Geschäftsmodelle im B2B-Bereich von Schweizer Dienstleistungsunternehmen in der Additiven Fertigung

Autor

Dario Mattmann

Die Bachelorarbeit untersuchte die Geschäftsmodelle von Schweizer Dienstleistungsunternehmen in der Additiven Fertigung, die im Business-to-Business-Bereich tätig sind. Die Erkenntnisse wurden nach den vier Dimensionen eines Geschäftsmodells, Kunde, Kundennutzen, Wertschöpfungskette und Ertragsmechanik gegliedert. Im B2B-Bereich gab es 2019 etwa zehn professionelle Schweizer Dienstleistungsunternehmen. Fünf in der Additiven Fertigung von metallischen Bauteilen und etwa fünf bis sechs in jener von Kunststoff-Bauteilen, wobei stark spezialisierte Dienstleistungsunternehmen hier nicht einbezogen wurden. Da sich einerseits die Verfahren und Maschinen für die Herstellung der beiden Materialien unterscheiden und andererseits die Nachfrage einzelner Kunden für ein Material in der Regel sehr einseitig ist, konzentrieren sich die AM-Dienstleistungsunternehmen (AM, engl.: Additive Manufacturing) oft entweder auf Metall oder Kunststoff. Durch die Unterschiede zur konventionellen Fertigung ist für die AM-Dienstleistungsunternehmen oft eine Unterstützung ihrer Kunden bei der Wahl des geeigneten Fertigungsverfahren, der Bauteilkonstruktion sowie der Nachbearbeitung nötig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und die Vorteile der Technologie optimal zu nutzen. Somit besteht zudem eine Nachfrage für eine umfassende Unterstützung in den vor- und nachgelagerten Prozessschritten. Da gewisse Unternehmen, die vor- und nachgelagerten Prozessschritte nur in Kombination mit einem Auftrag zur Additiven Fertigung anbieten, während andere auch einzelne Prozessschritte bereitstellen, resultieren daraus Unterschiede in der Berechnung der Preise für Fertigungsaufträge.